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MISERICORDIA INTERNATIONALE KOLLOQUIUM 2016
Thema: Chorgestühle und ihre Werkstätten

Eine meiner Herzensangelegenheiten ist die Erforschung der Rahmenbedingungen für die Herstellung von Chorgestühl. Dazu zählen technische und handwerliche Voraussetzungen ebenso wie Vorgaben der Kunden und natürlich zeithistorische und liturgische Bedingungen. All diese Fragen diskutierten im vergangenen Juni Wissenschaftler und Interessierte aus insgesamt neun Nationen im Rahmen der von mir organisierten Tagung “Choir stalls and their workshops”.

Der ausführliche Tagungsbericht sowie das Tagungsprogramm stehen zum Download bereit.

Derzeit bereiten Willy Piron, Schriftführer der Misericordia International, und ich den Tagungsband vor. Die Veröffentlichung erfolgt voraussichtlich im Herbst diesen Jahres.

 

 

 

 

MISERICORDIA INTERNATIONALE KOLLOQUIUM 2016
Thema: Chorgestühle und ihre Werkstätten

Der Call for Papers für das kommende Kolloquium der Vereinigung MISERICORDIA INTERNATIONAL ist angelaufen. Die Tagung findet vom 23.06.2016 bis 26.06.2016 am kunsthistorischen Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern) statt.
Bewerbungsfrist CfP: 31.10.2015

Misericordia International ist ein international agierendes multidisziplinäres Netzwerk, das sich einer breit aufgestellten Erforschung der Ausstattungsgattung Chorgestühl verschrieben hat. Ausgehend von der künstlerischen Gestaltung widmen sich die Studien dem Verhältnis zu anderen künstlerischen Ausformulierungen und deren Verbreitung im Mittelalter und jüngeren Epochen. Der intensive Austausch mit Wissenschaftlern benachbarter Fachrichtungen zeigt Schnittstellen zwischen den Fachrichtungen und Untersuchungsgegenständen auf und liefert neue Impulse für die Erforschung von Chorgestühl. Grundlage für den wissenschaftlichen Austausch sind die in einem zweijährlichem Turnus stattfindenden Kolloquien.
Im Fokus des im Juni 2016 in Greifswald stattfindenden Kolloquiums stehen die Chorgestühlswerkstätten des Mittelalters. Inschriften wie „en stolthe dat het ghemaket mester hans“ werfen komplexe Fragen auf. Handelt es sich bei Meister Hans um den alleinig ausführenden Handwerker oder den Auftrag nehmenden Unternehmer und seine Werkstatt? Vielleicht ist in ihm auch der Bildhauer, der sich für die figürliche Skulptur verantwortlich zeichnet, zu fassen? Allein ist dieses Werk kaum ausführbar. Was aber entspricht der mittelalterlichen Werkstattpraxis? Wodurch noch lassen sich neben der Stilkritik Werkstattzusammenhänge aufdecken?
Das Kolloquium erhofft sich Präsentationen zu:
• Archivalien-bezogenen Forschungen, die den kunsthistorischen Forschungsstand zu Einzelobjekten auf die Probe stellen;
• Inschriften und der intendierten Verwendung verschiedener Typographien;
• wirtschaftsrelevanten Fragen;
• der Zusammenarbeit von Tischlern, Bildschnitzern und Fassmalern an Chorgestühlen;
• Mechanismen, die bei der Verbreitung neuer Stile und Techniken, wie beispielsweise Intarsien, zum Tragen kommen und welche Werkstätten sie vermittelten;
• dem Verschmelzen regionaler Charakteristika aufgrund von Wanderhandwerkern;
• der Problematik von Kunstzentrum und Peripherie oder
• dem Phänomen Klosterwerkstätten.
Willkommen sind auch Beiträge zu Gestühlen aus jüngeren Epochen, sowie Referate, die sich mit Musterbüchern und/oder dem Phänomen der Kirchenausstatter im späten 19. Jahrhundert beschäftigen. Im Anschluss an die Vortragstage ist eine ganztägige Exkursion zu ausgewählten Chorgestühlen der Region geplant.
Die Konferenzsprache ist Englisch. Eine zeitnahe Publikation der Beiträge im Rahmen der Reihe Profane Arts of the Middle Ages ist vorgesehen.

Vortragsvorschläge enthalten:
1. Abstract in der Länge von max. 500 Wörtern
2. kurzer CV mit Anschrift, Mail-Adresse und Telefonnummer
Deadline für die Vortragsvorschläge: 31. Oktober 2015
Benachrichtigung über die Annahme des Papers erfolgt bis spätestens 15. Dezember 2015.
Weitere Informationen und Kontakt:
Anja Seliger, Humboldt-Universität zu Berlin
Email: seliger@chorgestuehl.de

Die deutsche und englische Version des CfP kann hier heruntergeladen werden.

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